Donnerstag, 6. Juli 2017

NATO-Terminatoren

Hans-Arthur Marsiske auf heise online:

Militärroboter: Wenn Terminatoren Terroristen jagen

Robotik und künstliche Intelligenz zum Vorteil der Menschen zu nutzen, das hoffen viele. Aber die Sorge, dass es auch anders kommen könnte, hat offenbar auch im militärischen Diskurs mehr Raum gewonnen.

Im Fall der Transformers sei das zum Beispiel die Wandelbarkeit. Natürlich sei so eine Eigenschaft wünschenswert, etwa in Gestalt tauchfähiger Flugzeuge. In seinem Überblick über Robotertechnologien in zukünftigen militärischen Szenarien, bei dem er sich in Anlehnung an den Science-Fiction-Autor Arthur C. Clarke bewusst über die Grenzen des derzeit Möglichen hinaus wagte, bot Lauster ein beeindruckendes Panorama: von riesigen autonomen Flugzeugträgern und fliegenden Mutterschiffen, die kleinere Fluggeräte transportieren (Darpa Gremlins, BEA Transformers), über Drohnen, die sich wie Raubvögel Soldaten im Flug greifen, zu "Smart Dust" – winzigen, kaum wahrnehmbaren Partikeln, die als intelligenter Schwarm überm Feindesgebiet ausgestreut werden.

In dem Zusammenhang haben wir uns auch die öffentliche Meinung zu den moralischen und ethischen Aspekten des Themas angeschaut und sind natürlich sehr schnell bei Filmen wie "Terminator" gelandet. In der öffentlichen Wahrnehmung wird der Terminator ja als eine völlig außer Kontrolle geratene Maschine dargestellt, die nicht mehr beherrschbar ist und Tod und Vernichtung bringt. Aber wenn man sich den Film einmal aus einer völlig anderen Perspektive anschaut, nämlich dergestalt, dass der vom Roboter gejagte John Connor ein international gesuchter hochrangiger Terrorist wäre, sieht die Sache plötzlich anders aus und der Film erhält eine völlig neue Dimension.

Die Nato-Allianz tut ja nichts anderes: Wir jagen Terroristen.